Barf Futterplan: Erstellen einfach gemacht

Barf Futterplan
Einen Barf Futterplan zusammenzustellen ist keine Zauberei.

Viele Tierbesitzer scheuen sich davor, einen eigenen Barf Futterplan zusammenzustellen. In den meisten Fällen liegt die Ursache in der Unwissenheit und der Angst, hier Fehler zu machen. Die gute Nachricht: Einen Barf Futterplan erstellen ist keinesfalls ein „Ding der Unmöglichkeit“. Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, können Sie Ihrem Liebling jederzeit ein schmackhaftes und nahrhaftes Mahl zubereiten.

Barfen: Individueller Bedarf variiert von Tier zu Tier

Auch ohne große Erfahrungen im Bereich des Barf-Futters dürften Sie wissen: Nicht jeder Hund hat den gleichen Bedarf. Es liegt auf der Hand, dass eine große Deutsche Dogge zum Beispiel wesentlich mehr Energie benötigt als ein kleiner Dackel. Die Größe des Tieres entscheidet aber nicht allein über die Größe der Barf-Ration. Auch die Aktivität spielt selbstverständlich eine große Rolle. Ist ein Hund sehr aktiv und täglich mehrere Kilometer unterwegs, ist der Bedarf höher als bei einem „Couchhund“. Ebenso sind zum Beispiel auch säugende Hündinnen im Barf Futterplan für den Hund auf eine größere Energie-Menge angewiesen. Damit Sie sich einen ungefähren Eindruck vom täglichen Energiebedarf verschaffen können, haben wir Richtwerte hier aufgeführt. Diese sollten aber keinesfalls als „strenge“ Vorgabe gesehen werden, sondern dienen lediglich der Orientierung.

  • 12 Wochen alter Welpe, 6 Kilogramm: rund 4,0 MJ
  • Erwachsener Hund, 20 Kilogramm, normal aktiv: rund 3,8 MJ
  • Erwachsener Hund, 40 Kilogramm, normal aktiv: rund 6,5 MJ
  • Senior, 20 Kilogramm: rund 3,0 MJ

Zum Vergleich: Ein Schlittenhund mit einem Gewicht von 20 Kilogramm benötigt täglich rund 27 MJ Energiezufuhr pro Tag. Das entspricht mehr als dem Vierfachen des Bedarfs eines normal aktiven Hundes mit einem Gewicht von 40 Kilogramm.

Achtung:Sie können die Werte eines doppelt so schweren Hundes im Vergleich zu einem anderen Tier nicht einfach verdoppeln. Der Energiehaushalt variiert schließlich ebenfalls von Tier zu Tier.

Wie funktioniert ein Barf Futterplan für Welpen?

Wie Sie der Aufführung entnehmen können, haben die kleinen Welpen für ihr Gewicht einen enormen Energiebedarf. Kein Wunder, schließlich befinden sich diese im Wachstum. Diesen Punkt sollten Sie also auch im Barf Futterplan Welpe berücksichtigen. Und nicht nur das: Im Wachstum hat der kleine Racker natürlich auch einen erhöhten Calcium-Bedarf. Achten Sie also im Welpen Futterplan darauf, dass genügend Calcium für einen starken Knochenbau vorhanden ist. Für den Futterplan trächtige Hündin gelten dabei übrigens zum Beispiel mit Blick auf den Energiebedarf ähnliche Voraussetzungen. Auch hier ist der Bedarf natürlich größer, schließlich müssen schon mehrere kleine Körper versorgt werden.

Barf Futterplan: So erstellen Sie ihn richtig

Die Ernährung Ihres Tieres steht bei der artgerechten Fütterung im Fokus. Als kleine Orientierungshilfe haben für Sie hier einmal die „Barf-Pyramide“ aufgeführt. Hier können Sie genau erkennen, wie der Barf Futterplan verteilt auf einzelne Menüs aussehen sollte. Sind Sie anfangs noch unsicher, können Sie diese bei Bedarf immer wieder aufrufen.

Barf Futterplan Pyramide

Innereien und Fleisch

Hunde sind Fleischfresser. Genau dieser Punkt spielt auch für den Barf Futterplan eine große Rolle. Warum, lässt sich ziemlich einfach erklären. Das Muskelfleisch und die Innereien bieten Ihrem Liebling Fette, Mineralien und Vitamine. Die ersten Bereiche aus der Barf-Pyramide sind also bereits abgedeckt. Wie bei der menschlichen Ernährung gilt dabei: Je fetter das Fleisch, desto mehr Energie liefert dieses auch. Als besonders fettes Fleisch können zum Beispiel Ente, Rinderhochrippe oder Kopffleisch bezeichnet werden. Als mageres Fleisch gelten Lamm, Pute, Huhn, Pferd oder Ziege.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind für den Barf Futterplan Hund und Barf Futterplan Katzen ebenfalls relevant. Katzen sollten grundsätzlich kohlenhydratarm gefüttert werden. Der Grund hierfür ist das fehlende Enzym Amylase, welches für die Spaltung der Stärke im Magen-Darm-Trakt zuständig ist. Zu viele Kohlenhydrate sind für Katzen also gesundheitsschädlich. Füttern können Sie Kohlenhydrate aber generell zum Beispiel in Form von Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Allerdings sollte der Anteil auch bei Hunden nicht bei mehr als 30 Prozent liegen. Kohlenhydrate sind zwar ebenfalls ein Energielieferant, diese bezieht Ihr Tier aber schon aus dem Fleisch und den Innereien. Möchten Sie lieber ganz auf Kohlenhydrate für Ihr Tier verzichten, können Sie Buchweizen oder Quinoa als Alternativen nutzen.

Blut

Auch wenn es Sie persönlich vielleicht erst einmal Überwindung kostet: Für Ihr Tier ist Blut in der Ration ein echtes Highlight. Hier enthalten sind Natrium, Kupfer, viele Vitamine und Aminosäuren. In den Barf Shops können Sie entsprechende Blut-Rationen in der Regel problemlos erwerben.

Knochen

Verspeisen Hunde bzw. Wölfe ihre Nahrung in freier Wildbahn, muss in der Regel das gesamte Tier dran glauben. Auch die Knochen und Knochensplitter werden verwertet – und das in doppelter Hinsicht. Zum einen versorgen die Knochen Ihren Liebling mit Calcium oder Phosphor. Zusätzlich dazu dienen die Knochen auch für die Zahnreinigung. Achten Sie allerdings darauf, Ihrem Tier nicht zu viel Knochen zu geben. Als Richtwert gelten hier zwischen 0,5 Gramm und 1 Gramm Knochen pro Kilogramm Körpergewicht. Wird zu viel Knochen gefüttert, drohen Verstopfungen oder sogenannter Knochenkot.
Übrigens: Ein Barf Plan ohne Knochen ist in der Regel nicht zu empfehlen, da dann kein wertvolles Calcium und Phosphor aufgenommen werden können. Möglich ist die Zugabe dann in der Regel über Zusätze, die aber nicht mit den Vorzügen der echten Knochen mithalten können.

Gemüse, Obst, Öle und Milch

Ein fester Bestandteil in Ihrem Barf Futterplan sollten auch Gemüse und Obst sein. Barf-Futter für Hunde und Barf-Futter für Katzen sollte immer einen gewissen Anteil an Obst und Gemüse vorweisen. Das sorgt nicht nur für ausreichend viele Vitamine, sondern auch für verdauungsfördernde Ballaststoffe. Aber: Füttern Sie lieber etwas mehr Gemüse und dafür weniger Obst. Schließlich enthält Obst viel Fruchtzucker. Ein wichtiger Zusatz sind zudem Öle. Diese liefern ungesättigte Fettsäuren wie die Lionolsäure (für Hunde und Katzen wichtig) und zudem große Mengen Energie. Zu jeder Barf-Portion sollte daher kaltgepresstes Öl zugegeben werden. Milch wiederum ist kein zwingender Bestandteil einer jeden Mahlzeit, da diese bei Hundn und Katzen zu Übelkeit oder Erbrechen führen kann. In geringen Mengen liefern Milch und Milchprodukte aber viel Eiweiß und essentielle Aminosäuren.

Barf Futterplan Hund: Beispiel für Ihren Barf-Plan

In unserem Barf Futterplan Beispiel haben wir für als Orientierung einmal eine beispielhafte Mahlzeit für einen gesunden und ausgeglichen aktiven Hund aufgeführt. Das Gewicht des Tieres liegt in diesem Fall bei rund 20 Kilogramm, das Gewicht der Ration insgesamt bei 400 Gramm:

  • 170g Fleisch
  • 40g Pansen/Blättermagen
  • 28 Innereien
  • 42g Kalbsknochen
  • 42g Gemüse
  • 18g Obst
  • 60g Getreide

Fazit: Futterplan zusammenstellen leicht gemacht

Aller Anfang ist schwer. Das gilt im Prinzip auch für Ihren Barf Futterplan. Allerdings können Sie hier in kürzester Zeit für Klarheit sorgen. Sie müssen lediglich im Kopf behalten, welche Nahrungsmittel und Nahrungsbestandteile für Ihren Liebling von Bedeutung sind. Der Rest ergibt sich dann ganz automatisch. Und: Haben Sie Ihren ersten Barf Futterplan erst einmal erstellt, fällt Ihnen das künftig natürlich ebenfalls deutlich leichter.

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